POSSIBLE ARTs

POSSIBLE ARTs

Diplomand/innen und Meisterschüler/innen
Kunsthochschule Berlin Weißensee


mit:

MARTIN BARTELS,  AMBRA BRIGAZZI, CHRISTINE GEHRKE, FRIEDRICH GOBBESSO, BIRTE HAAKEN, KOZUE KAWAJIRI, MATTHIAS KEBELMANN, ROBERT KIPPING, DAVID SCHOBER, MIRAY SERAMET, SYLVI UHLMANN, GREGOR WEDL, DANIEL WOLTER, YUNG-SHAN TSOU

Eröffnung:19. August um 19 Uhr

 

Nach Karlsruhe, Dresden, Offenbach und im letzten Jahr Mannheim, präsentiert der Kunstverein in seiner Ausstellungsreihe mit Studierenden deutscher Akademien, diesmal die Kunsthochschule Berlin Weissensee. 14 Diplomand/innen und Meisterschüler/innen aus der Klasse von Prof. Tristan J. Pranyko zeigen ihre Arbeiten im Kunstverein. Die Exponate siedeln im Experimentierfeld zwischen Skulptur, Plastik, Brikolage, Fotografie, Malerei, Mode und Design, wobei sie sich einer Kategorisierung und Festlegung auf klassische Genres bewusst entziehen.

Landläufig hat sich die Meinung durchgesetzt, die Kunst habe ihre Möglichkeiten komplett erschlossen und ausgeschöpft. Weiße Flecken auf der Landkarte wurden besetzt und sind zu bekanntem Terrain geworden. Selbst künstlerische Brachen sind mittlerweile besiedelt – Pionierleistungen unmöglich geworden. Durch die Ökonomisierung der Lebensbereiche und auch der Kunst, bekommt Wert, was nur begrenzt verfügbar ist, ungeachtet der Qualität: Neu um jeden Preis. „possible arts“ steht für einen Gegenentwurf. Jenseits von feudalen Gebietsansprüchen wird experimentiert und geforscht.

 

„anything goes“ markiert nicht nur eine Grenzenlosigkeit bei der Wahl der Mittel und Wege, sondern schließt explizit die Möglichkeit und das Recht zur Wiederholung ein ohne sich die Unterstellung des Epigonentums einzuhandeln. Liam Gallag-her kontert auf den Vorwurf, dass es doch langweilig sei, dass „Oasis“ jetzt auch, wie vor ihnen „The Who“ und die Stones, Sessel aus Hotelzimmerfenstern schleudern und dicke Autos fahren würden: „So what – we never did it before!“ Na und? Legitim, was zum Erkenntnisgewinn beiträgt.

Eröffnung am 19. August 2011 – 19 Uhr im Kunsthaus Viernheim